Hausnummer 59 und Kuchenhimmel

Vor etwas mehr als einem Jahr bin ich auf der Suche nach Hausnummer 59 ein wenig ratlos die Landsberger Straße rauf und runter geradelt – die meisten von Euch kennen das wahrscheinlich, die Kuchentratsch-Backstube liegt ja etwas versteckt im Hinterhof und ist beim ersten Besuch mitunter schwer zu finden.
Zum Glück hab ich die 59 dann doch noch gefunden und zum Glück war mein Vorstellungsgespräch erfolgreich (der Grund meines Besuchs), denn so hatte ich die Chance, ein unglaublich tolles und lehrreiches Jahr bei Kuchentratsch zu verbringen.

Vor einem Jahr war ich noch mitten im Studium und habe nach einem Nebenjob gesucht. Ich wollte keinen Standard-Büro-Aushilfsjob, sondern eine Arbeit, bei der ich anpacken und etwas bewirken kann. Durch Zufall bin ich auf Kuchentratsch gestoßen, ich war sofort von dem Konzept angetan. Für Kuchen bin ich eh immer zu haben, was gibt es also besseres, um Arbeit und Genuss zu vereinen ;)?

Zwei Tage im Kuchenhimmel

Zwei Tage die Woche habe ich dort verbracht: einen Tag im Büro, einen Tag mit unseren Omas und Opas in der Backstube.
Ich weiß noch, wie aufgeregt ich vor meiner ersten eigenen Backschicht war. Völlig unnötig, wie sich schnell herausgestellt hat! Das Back-Team hat mich ganz lieb aufgenommen und ich lernte schnell, wie so ein geschäftiger Back-Tag abläuft. Mit jeder Woche habe ich neue Tricks und das ein oder andere Back-Geheimnis kennengelernt. Wie schält man am schnellsten einen riesigen Berg Äpfel?, Wie gelingt ein besonders luftiger Biskuit?, Wie wird der Eischnee richtig steif? – beim Kuchen backen konnte ich mir von unseren Omas und Opas einiges abschauen.

Schöne und knifflige Momente

Im Laufe des vergangenen Jahres ist mir das gesamte Team von Kuchentratsch sehr ans Herz gewachsen. Wir hatten unglaublich viele schöne Momente, haben viel gelacht und die ein oder andere knifflige Situation gemeistert.
Vor einigen Wochen habe ich mein Studium abgeschlossen. Ich weiß noch nicht, wohin mich die nächsten Monate bringen werden. Den Sommer über werde ich erst Mal die vorerst letzten Monate meines Studenten-Lebens genießen. Zum Arbeiten werde ich vorerst nicht mehr in die Landsberger Straße kommen, dennoch wird man mich dort sicherlich des Öfteren antreffen: zum Kuchen essen und tratschen ☺

Eure Verena

Tags: , , ,

One Response to “Hausnummer 59 und Kuchenhimmel”

  1. Josefine Rohrer 3. Juli 2017 at 13:17 #

    Das war eine schöne Zeit mit dir, liebe Verena! Oma Josefine

Schreibe einen Kommentar